Werkzeug · 2. September 2026 · 10 Min. Lesezeit
Bilder mit KI erstellen: welcher Generator wofür

Für Bilder mit KI gibt es nicht den einen Generator, sondern mehrere gute Werkzeuge für unterschiedliche Zwecke. ChatGPT eignet sich, wenn du ohnehin dort schreibst und schnell ein Bild im selben Gespräch brauchst. Midjourney liefert die auffälligere Bildsprache, Adobe Firefly ist für die kommerzielle Nutzung gebaut, und wer ein eigenes Foto verändern statt neu erfinden lassen will, kommt mit den meisten dieser Werkzeuge ebenfalls ans Ziel. Kostenlos ausprobieren lässt sich praktisch jeder von ihnen, begrenzt ist meist nur die Menge pro Tag.
Das Wichtigste in Kürze
- KI-Bildgenerator ist heute ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Werkzeuge, von ChatGPT bis Midjourney.
- Der beste KI-Bildgenerator hängt vom Zweck ab. Schnelles Beitragsbild, künstlerischer Stil und kommerzielle Nutzung brauchen unterschiedliche Werkzeuge.
- Kostenlos ist bei fast jedem Anbieter drin. Begrenzt ist die Menge pro Tag, nicht die Qualität.
- Ein eigenes Foto hochladen und verändern lassen ist oft der bessere Weg als ein komplett neues Bild.
- Ein guter Prompt hat fünf Bausteine: Motiv, Stil, Stimmung, Format, Zweck.
- KI-generierte Bilder solltest du kennzeichnen, auch wenn das Gesetz es nicht in jedem Fall verlangt.
Bilder mit KI erstellen: so funktioniert es in wenigen Schritten
Der Ablauf ist bei fast jedem Werkzeug gleich, egal ob du ChatGPT, Midjourney oder Canva öffnest. Du beschreibst in Worten, was zu sehen sein soll, wartest ein paar Sekunden und bekommst ein fertiges Bild zurück. Gefällt es dir nicht ganz, sagst du in einem Satz, was anders sein soll, statt neu anzufangen.
Unterschiede gibt es nicht im Grundprinzip, sondern in der Oberfläche, im Preis und darin, wie gut ein Werkzeug zu dem passt, was du sonst schon nutzt.
- Beschreiben: Motiv, Stil und Zweck in einem Satz.
- Warten: meist wenige Sekunden bis zum ersten Ergebnis.
- Nachbessern: sagen, was konkret anders sein soll, statt neu zu starten.
- Herunterladen und sofort sinnvoll benennen, bevor der Verlauf unübersichtlich wird.
Für Selbstständige lohnt sich das besonders, weil ein eigenes Bild sonst an einer Agentur, einer Bildagentur-Lizenz oder einem ganzen Nachmittag Fotografie hängt. Mit einem KI-Bildgenerator sitzt ein brauchbares Beitragsbild in wenigen Minuten, ohne dass du dafür einen Termin brauchst.
KI-Bildgenerator: die wichtigsten Werkzeuge im Überblick
KI-Bildgenerator ist mittlerweile ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Werkzeuge. Manche stecken in einem Chat, den du sowieso offen hast, andere sind eigene Programme mit einer ganz eigenen Bildsprache. Diese Übersicht zeigt, wo die einzelnen Werkzeuge stark sind.
| Werkzeug | Stärke | Wo du es findest |
|---|---|---|
| ChatGPT | Bild im selben Gespräch wie der Text, gut für schnelle Beitragsbilder | direkt im ChatGPT-Chat |
| Midjourney | auffällige, künstlerische Bildsprache | eigene Weboberfläche, kostenpflichtig |
| Adobe Firefly | für die kommerzielle Nutzung mit lizenziertem Trainingsmaterial gebaut | eigenständig sowie in Photoshop und Illustrator |
| Canva (Magic Media) | Bild direkt im Layout weiterverarbeiten | im Canva-Editor |
| Google Gemini | Bild direkt neben Recherche und Text | in Gemini und im Google-Konto |
Kein Werkzeug in dieser Liste ist in jeder Hinsicht das stärkste. Jedes davon hat einen Bereich, in dem es die anderen schlägt, und einen, in dem ein anderes Werkzeug schneller zum Ziel führt. Wer besonders viel Wert auf lesbare Schrift im Bild legt, findet außerdem in spezialisierten Werkzeugen wie Ideogram eine gute Ergänzung, die genau darauf ausgelegt sind.
Mit welcher KI kann man Bilder erstellen? Die Entscheidungstabelle nach Zweck
Die Frage, mit welcher KI man Bilder erstellen kann, hat eine kurze Antwort: mit fast jeder der genannten. Die bessere Frage ist, welches Werkzeug zu deinem konkreten Vorhaben passt.
| Dein Vorhaben | Der passende Weg |
|---|---|
| Schnelles Beitragsbild im selben Fenster wie der Text | ChatGPT oder Gemini |
| Auffälliges Bild für Social Media, das aus der Masse sticht | Midjourney |
| Bild mit Text, Logo und exaktem Layout | KI-Bild als Hintergrund, Text und Logo danach in Canva |
| Bild für kommerzielle Nutzung ohne Rechtsrisiko | Adobe Firefly |
| Eigenes Foto verändern statt neu erzeugen lassen | ChatGPT, Gemini oder Canva |
Steht dein Vorhaben nicht in der Tabelle, hilft die Faustregel aus dem nächsten Abschnitt: erst der Zweck festlegen, dann das Werkzeug danach auswählen, nicht umgekehrt.
Bester KI-Bildgenerator: warum es nicht die eine Antwort gibt
Nach dem besten KI-Bildgenerator wird oft gesucht, als gäbe es eine einzige richtige Antwort. Die gibt es nicht. Drei Fragen bringen dich schneller ans Ziel als jede Bestenliste.
- Wofür brauchst du das Bild? Ein Beitragsbild stellt andere Ansprüche als eine Werbeanzeige.
- Wie oft brauchst du das? Selten reicht ein kostenloses Kontingent, regelmäßig lohnt sich ein Abo.
- Nutzt du schon ein Werkzeug, in dem die Bildfunktion einfach mitläuft?
- Brauchst du das Bild einmalig oder wird es Teil eines regelmäßigen Ablaufs?
Fang mit dem Werkzeug an, das du sowieso schon offen hast. Ein neues Konto anzulegen kostet mehr Zeit als das erste Bild darin zu erzeugen.
Wechsle das Werkzeug erst, wenn ein konkreter Punkt dagegen spricht, nicht weil irgendwo ein neuer Bildgenerator angekündigt wurde. Jeder Wechsel kostet Einarbeitung, und die Bildqualität der großen Werkzeuge liegt inzwischen dichter beieinander, als die Werbung vermuten lässt.
KI-Bildgenerator kostenlos: was ohne Zahlung wirklich drin ist
Bilder mit KI erstellen kostenlos geht bei fast jedem Anbieter, zumindest zum Ausprobieren. Begrenzt ist so gut wie nie die Bildqualität, sondern die Menge pro Tag oder pro Monat.
- ChatGPT: Bildfunktion im Gratis-Konto enthalten, mit Tageslimit.
- Canva: kostenloses Konto mit begrenztem Kontingent für den KI-Bildgenerator.
- Google Gemini: im Google-Konto mit eigenem Kontingent nutzbar.
- Midjourney: kein dauerhaft kostenloses Kontingent mehr, nur noch Abo.
Das Muster kennst du vielleicht schon, wenn du dich mit einer Website kostenlos mit KI erstellen beschäftigt hast: Der Einstieg kostet nichts, bezahlt wird erst die Menge. Rechne bei einem einzelnen Beitragsbild pro Woche kaum mit einem Limit, bei einer ganzen Bildserie an einem Nachmittag schon eher.
KI Bilder erstellen mit eigenem Bild: Foto hochladen statt neu erfinden
Der oft übersehene Teil: Die meisten dieser Werkzeuge erzeugen nicht nur neue Bilder, sie verändern auch deine eigenen. Du lädst ein Foto hoch und sagst in einem Satz, was anders sein soll.
- Hintergrund ruhiger machen oder austauschen.
- Ein Querformat ins Hochformat für Instagram bringen.
- Störendes entfernen, etwa ein Kabel oder ein Schild im Hintergrund.
- Den Stil eines Fotos an deine übrigen Bilder angleichen.
Für ein Porträt, das dein Gesicht zeigt, ist die Bearbeitung des echten Fotos fast immer der bessere Weg als ein komplett erfundenes Bild. Es bleibt trotzdem dein Gesicht, nur in ruhigerer Umgebung. Das beantwortet die Frage, die Besucherinnen und Besucher deiner Seite sich stellen: Ist das wirklich die Person, mit der ich es zu tun habe?
Lade keine Fotos anderer Menschen hoch, ohne dass sie einverstanden sind. Das gilt auch für Bilder von Kundinnen, Kunden und Mitarbeitenden.
Bilder generieren mit KI: ein guter Prompt in fünf Bausteinen
Bilder generieren mit KI klappt selten beim ersten Versuch gut, wenn die Beschreibung zu dünn war. Diese fünf Bausteine kannst du bei jedem Werkzeug aus diesem Artikel wörtlich übernehmen.
| Baustein | Wonach die Frage lautet | Beispiel |
|---|---|---|
| Motiv | Was ist zu sehen? | ein einzelnes Produkt auf ruhigem Untergrund |
| Stil | Wie ist es gemacht? | schlichte Produktfotografie, weiches Licht |
| Stimmung | Wie soll es wirken? | warm und aufgeräumt, wenig Ablenkung |
| Format | Wo landet das Bild? | quadratisch für einen Social-Media-Post |
| Zweck | Wofür ist es? | Angebotsbild für einen Onlineshop |
Sag auch, was du nicht willst: kein Text, keine Logos, keine Menschen. Das spart mehr Nachbesserungen als jede zusätzliche Beschreibung des Gewollten. Und die Bausteine funktionieren werkzeugübergreifend: Wechselst du von ChatGPT zu Midjourney, kannst du denselben Prompt fast unverändert weiterverwenden.
Alternativen zu ChatGPT Bilder erstellen: wenn du mehr brauchst
ChatGPT reicht für die meisten Beitragsbilder völlig aus. Ein paar Situationen gibt es trotzdem, in denen sich ein Blick über den Tellerrand lohnt.
- Du willst eine sehr eigene, künstlerische Bildsprache, keine austauschbaren Motive.
- Du brauchst rechtliche Sicherheit für Werbematerial und lizenziertes Trainingsmaterial.
- Du willst ein Bild direkt im Layout mit Text und Logo weiterbearbeiten.
- Du brauchst viele Bilder in einem durchgängig gleichen Stil.
Wie du mit ChatGPT selbst Bilder erstellst, Schritt für Schritt mit Prompt-Vorlage, steht in ChatGPT Bilder erstellen: die komplette Anleitung. Für die meisten der oben genannten Situationen reicht es, ChatGPT für den Alltag zu behalten und nur für den einzelnen Sonderfall ein zweites Werkzeug hinzuzunehmen.
Häufige Fehler und die Kennzeichnungspflicht
Diese Fehler tauchen bei fast jedem Werkzeug aus diesem Artikel gleich auf.
- Zu vage beschrieben: Ein Bild von einem Schreibtisch bekommt jeder, ein Bild von deinem Schreibtisch nur, wer ihn beschreibt.
- Beim ersten Ergebnis stehen bleiben, statt in einem Satz nachzubessern.
- Ein Logo nachmalen lassen, statt es als echte Datei einzubauen.
- Ein Bild ungeprüft veröffentlichen, das Text oder ein bekanntes Motiv enthält.
Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzregeln aus Artikel 50 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz. Deine eigene Offenlegungspflicht greift vor allem dort, wo ein Bild täuschend echt wirkt und reale Personen, Orte oder Ereignisse zeigt, ohne dass es so war.
Der sichtbare Zusatz, dass ein Bild mit KI entstanden ist, kostet trotzdem nichts und beantwortet eine Frage, die sich manche Besucherinnen und Besucher ohnehin stellen. Auf diesem Blog steht er unter jedem Beitragsbild.
Das ist kein Rechtsrat, sondern der Stand, mit dem wir arbeiten. Bei Bildern, die reale Menschen zeigen, oder bei Werbung, die etwas verspricht, lohnt sich der Blick einer Anwältin oder eines Anwalts.
Fazit: erst der Zweck, dann das Werkzeug
Bilder mit KI erstellen ist kein Werkzeug, das du einmal auswählst und dann nie wieder anfasst. Für das schnelle Beitragsbild reicht der Chat, den du sowieso offen hast. Für die auffällige Bildsprache oder die kommerzielle Nutzung lohnt sich ein zweites, spezialisiertes Werkzeug.
Fang mit einem einzigen Bild an und schau, wie es auf deiner Seite wirkt, statt vorher fünf Werkzeuge zu vergleichen. Die Entscheidung lässt sich später jederzeit korrigieren, ein falsch gewähltes Werkzeug ist keine dauerhafte Bindung. Was danach kommt, nämlich wie du dieses Bild sinnvoll einbaust, steht in wie eine Website sinnvoll aufgebaut ist.
Häufige Fragen
Bilder mit KI erstellen kostenlos: geht das dauerhaft?
Bei den meisten Werkzeugen ja, allerdings begrenzt auf eine kleine Menge pro Tag oder Monat. ChatGPT, Canva und Google Gemini bieten alle ein kostenloses Kontingent. Für den gelegentlichen Bedarf reicht das gut, für regelmäßige Bildproduktion lohnt sich irgendwann ein bezahltes Konto.
Welcher KI-Bildgenerator ist für den Einstieg am einfachsten?
Das Werkzeug, das du sowieso schon offen hast. Schreibst du ohnehin mit ChatGPT oder Gemini, findest du die Bildfunktion direkt im selben Fenster, ohne ein neues Konto anzulegen. Ein spezialisiertes Werkzeug lohnt sich erst, wenn dir dieser Weg nicht mehr reicht.
Kann ich mit einem eigenen Bild arbeiten statt ein neues erzeugen zu lassen?
Ja. ChatGPT, Gemini und Canva lassen dich ein eigenes Foto hochladen und in einem Satz verändern, etwa den Hintergrund oder das Format. Das ist oft der bessere Weg als ein komplett neu erfundenes Bild, besonders bei Porträts, weil das Gesicht die echte Person bleibt.
Was unterscheidet ChatGPT von spezialisierten Bildgeneratoren wie Midjourney?
ChatGPT ist das Fenster, das du ohnehin offen hast, mit solider Bildqualität für den Alltag. Midjourney kostet extra und braucht eine eigene Weboberfläche, liefert dafür eine auffälligere, künstlerische Bildsprache. Für ein schnelles Beitragsbild reicht meist ChatGPT, für eine eigene visuelle Handschrift eher Midjourney.
Muss ich Bilder kennzeichnen, die ich mit KI erstellt habe?
Eine sichtbare Kennzeichnung ist rechtlich vor allem dort Pflicht, wo ein Bild täuschend echt wirkt und reale Personen, Orte oder Ereignisse zeigt. Für eine abstrakte Illustration verlangt das Gesetz keinen zwingenden Hinweis. Ein sichtbarer Zusatz kostet trotzdem nichts und schafft Vertrauen.
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